Die stationäre Vorsorgekur ist analog zu den stationären Rehabilitationsmaßnahmen aufgebaut. Sie beinhaltet eine Aufnahme- und Abschlussuntersuchung, Visiten, Arztvorträge, psychologische Betreuung, die Erstellung des Entlassungsberichtes sowie max. drei therapeutische Maßnahmen am Tag. Durch die Fachklinik für Orthopädie & Innere Medizin in Heilbad Heiligenstadt wird unter der Leitung qualifizierter Ärzte von einem Therapeutenteam (Physiotherapeuten, medizinische Bademeister, Psychologen, Sozialpädagogen, Ernährungsberater und Bewegungstherapeuten) eine umfassende präventive Behandlung und Betreuung erbracht.

Ziel der stationären Vorsorgemaßnahme ist die nachhaltige Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes durch die positive Beeinflussung von Risikofaktoren und Krankheitsanfälligkeiten sowie die Kräftigung der Kondition und Abwehrkräfte.

Im Rahmen von medizinischen Vorsorgemaßnahmen versuchen wir mit dem Patienten, beginnende krankhafte Veränderungen oder Entwicklungen zu stoppen. Gleichzeitig übt der Patient Verhaltensweisen ein, die das Ausbrechen der drohenden Krankheit verhindern soll, beispielsweise richtige Ernährung oder regelmäßiges Fitnesstraining. Auch lernen unsere Patienten bei medizinischen Vorsorgemaßnahmen, mit eventuell schon vorhandenen chronischen oder degenerativen Krankheiten besser umzugehen.

Unter ärztlicher Leitung und anhand eines individuellen Behandlungsplanes, welcher durchschnittlich zwei maximal drei Behandlungen/Tag vorsieht, werden zielgerichtete präventive und verhaltenstherapeutische Maßnahmen durchgeführt sowie Heilmittel (z.B. Bewegungstherapie, Hydro- oder Elektrotherapie, medizinische Bäder) und unser ortsspezifisches Kurmittel, die Sole, eingesetzt.  Neben der Chefarztvisite und den Arztsprechstunden werden dem Patienten 3x pro Woche Sole-Bewegungsbad sowie zwei bis drei Fachvorträge pro Woche terminiert.

Ablaufplan

  • Patientenaufnahme durch Pflegepersonal
    (Standard: EKG, Blutdruck, Größe, Gewicht, Medikation, Aufnahmefragebogen)
  • Patientenaufnahme durch Arzt
    (Standard: vollständige körperliche Untersuchung, Therapieplan erstellen)
  • Stationsarztvisiten: 1x pro Woche
  • Chefarztvisite: 1x pro Durchgang
  • Sprechstunde bei Bedarf täglich (Planung und Überwachung des Rehabilitationsprogramms)
  • Teambesprechungen/Fallkonferenzen
  • Sozialberatung (zentrale Schnittstelle und Übergabestelle zur weiteren Integration der Patienten)
  • Psychologische Einzel- und Gruppenberatung, Psychotherapeutische Therapie
  • Oecotrophologische Einzel- und Gruppenberatung
  • Patientenentlassung durch Pflegepersonal
    (Standard: Vorbereitung der Entlassungsdokumente, Zählen der Anwendungen, Blutdruck, Gewicht)
  • Patientenentlassung durch den Arzt
    (Standard: vollständige körperliche Entlassungsuntersuchung, ausführliches Entlassungsgespräch, vorläufiger Entlassungsbericht, ausführlicher Entlassungsbericht)

Apparative Rehabilitationsdiagnostik

Obligatorisch:

  • Ruhe-EKG

Fakultativ:

  • Röntgendiagnostik
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Langzeit-EKG
  • Sonografie, doppler-/duplexsonografische Untersuchung
  • Speziallaborparameter

Zusatzleistungen:

  • Rehabilitationsfachberatung
  • Hilfsmittelberatung
  • Orthopädietechniker
  • Orthopädieschuhtechniker

Therapeutische Leistungen:

  • 2-3 Anwendungen pro Tag
  • 5 Behandlungstage pro Woche
  • Hydrotherapie einschließlich Sole-Photo-Therapie; Thermotherapie; Elektrotherapie;
  • aktive Therapie: Krankengymnastik; Gruppengymnastik; Bewegungsübungen im Solewasser; Medizinische Trainingstherapie; Terraintherapie; Nordic Walking; Ergometertraining
  • spezielle Eigentrainingsprogramme zur Medizinischen Trainingstherapie, Kranken- und Gruppengymnastik sowie Terraintherapie
  • Entspannungsverfahren
  • gesundheitsorientierte medizinische Fachvorträge
  • fachspezifisches Gesundheitstraining